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22.09.2015 - NWZ

Bley wünscht mehr Rückendeckung vom Kreis

CDU radelt zur geplanten Mineralstoffdeponie – Bürgerinitiative stellt aktuellen Stand vor

Knapp 30 Pedalritter machten sich am Sonnabend vom Treffpunkt bei CDU-Ratsmitglied Torsten Deye in Haschenbrock zur Unions-Radtour auf den Weg. Ziel war die Sandabbaugrube in der Nähe von Döhlen, auf der geplant ist, eine Mineralstoffdeponie zu errichten.

„Wir freuen uns immer, wenn sich Organisationen nach dem Stand der Dinge erkundigen“, begrüßte Rainer Beewen, Vorsitzender der Bürgerinitiative (BI) Steinhöhe, die Gäste an der Einfahrt zum Gelände. Seit 2009 läuft das Genehmigungsverfahren zur Einrichtung der Deponie. „2014 gab es einen weiteren Erörterungstermin. Bislang haben die Antragsteller noch nicht reagiert“, skizzierte Beewen den Sachverhalt.

Er betonte, dass der Artenschutz eine immer größere Rolle in dem Genehmigungsverfahren einnehmen würde. Von der BI seien Biologen beauftragt worden, das Gelände gesondert und grundlegend zu untersuchen. „Damit werden die Probleme nicht kleiner, aber derartige Zusammenhänge und deren Folgen kann man auch mit viel Geld ausräumen.“ Nichts habe sich daran geändert, dass die Deponie an ein Trinkwasservorranggebiet grenze. Überhaupt eine Deponie in dieser Lage zu diskutieren, bleibt für Beewen und damit die BI unverständlich. Aber auch hier könnten mit großem finanziellen Aufwand technische Voraussetzungen geschaffen werden. Die Frage sei, wann Nutzen und Kosten nicht mehr im passenden Verhältnis stehen würden.

Beewen bedankte sich bei der Gemeinde für die Unterstützung, bemängelte aber im gleichen Atemzug das eher passive Verhalten des Landkreises. Zwar sei vom Kreistag gegen die Mineralstoffdeponie gestimmt worden. „Aber der Landkreis könnte sich weitaus aktiver zeigen und sich gegen das Vorhaben aussprechen“, meinte Beewen.

Dieser Meinung war auch CDU-Landtagsabgeordneter Karl-Heinz Bley. Er appellierte an den Landkreis, aktiver in dem Genehmigungsverfahren beziehungsweise der Standortfrage aufzutreten und der BI den Rücken zu stärken. In Richtung Landesregierung meinte Bley: „Die Regierung fordert mehr Deponien. Wir haben hier aber keinen Notstand, und es wird keine Deponie im Landkreis benötigt.“

Enttäuscht zeigte sich Beewen vom Verhalten der Landes-SPD. „Vor der Wahl ist anderes versprochen worden. Wir vermissen die Unterstützung.“

Mit beim Ortstermin war auch die CDU-Bundestagsabgeordnete Astrid Grotelüschen. Sie sicherte ihre Unterstützung zu.

Autor: PK/NWZ

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