banner-neu

06.09.2013 - NWZ

Begehung auf möglicher Mineralstoff-Deponie

Grünen-Politiker sehen sich stillgelegte
Sandbaufläche an der Krumlander Straße an


Die Bürgerinitiative erklärte die Deponie-Problematik. Vor allem das Trinkwasserreservoire sei von dem geplanten Bau betroffen.

Einen Besuch auf der stillgelegten Sandbaufläche an der Krumlander Straße in Döhlen machten am Donnerstagnachmittag mehrere Grünenpolitiker: unter ihnen der umweltpolitische Sprecher der grünen Landtagsfraktion, Volker Bajus (Osnabrück), der stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landentwicklung, Hans Joachim Janßen (Jaderberg), sowie der Grünen-Kreistagsabgeordnete Eduard Hüser.

Rainer Beewen, Vorsitzender und Sprecher der Bürgerinitiative Steinhöhe, schilderte den derzeitigen Stand der Dinge. „Wir beschäftigen uns mittlerweile fast vier Jahre mit dem Thema und noch immer ist die Deponie nicht vom Tisch.“ Bis zum 13. September liegen die Planungsunterlagen zu dem Projekt noch aus. Bereits zum vierten Mal. „Das zeigt die nicht geringe Problematik“, so Beewen. Die Bürgerinitiative habe mit Einwendungen dafür gesorgt, dass von den möglichen Betreibern nun über ein Jahr intensiv Folgen der Deponie ausgewertet worden seien. „Das muss man den Antragstellern zu Gute halten.“

Gleichzeitig schilderte Beewen die Gegenargumente der Bürgerinitiative. Die Fläche sei für Windkraftnutzung ausgelegt. Der zu wartende Staub beeinträchtige einen Groß-Hühnerstall in 800 Metern Entfernung. Der Untergrund sei instabil. Es sei eine Deponie mit Ausmaßen von 22,5 Metern geplant, davon wären 11,5 Meter sichtbar. Als Hauptgegenargument führte er das maximal 500 Meter entfernte Trinkwasserreservoire, das auch als Vorranggebiet geführt werde, auf.

Hier sahen auch die Grünen-Abgeordneten den geeigneten Angriffspunkt. „Trinkwasserschutz erfährt höchste Priorität“, erklärte Volker Bajus. Am Montagabend wird es mit dem Landkreis, Mitgliedern der Bürgerinitiative und Vertretern der Kreistagsfraktion eine neue Gesprächsrunde geben.

Ein weiterer wichtiger Termin ist der 20. September, bis zu dem Einflusswünsche für das Raumordnungsprogramm bei der Landesregierung gestellt werden können.

Autor: PK/NWZ

Foto
vorheriger Artikel nächster Artikel
zurück zur Übersicht

99956

banner-unten