banner-neu

03.07.2012 - NWZ

Minister kann für einen Stopp keine Zusage geben

Stefan Birkner hört sich erneut Argumente gegen geplante Deponie an

Im Juli 2011 stand Dr. Stefan Birkner schon einmal an der ehemaligen Sandabbaukuhle in Döhlen, damals noch als Staatssekretär. Am Montag hatte die FDP-Kreistagsfraktion den jetzigen Umweltminister noch einmal an den Ort gebeten, der in der Gemeinde Großenkneten und im Landkreis Oldenburg für viel Unmut sorgt. Soll hier doch nach Wunsch der Firma Bodenkontor Steinhöhe GmbH eine Mineralstoffdeponie entstehen. Einen entsprechenden Antrag hat das Gewerbeaufsichtsamt zu prüfen (die NWZ  berichtete).

In Anwesendheit von vier Landtagsabgeordneten von SPD und FDP sowie Vertretern des Gemeinderates und des Kreistages listeten Landrat Frank Eger, die Bürgerinitiative (BI) Steinhöhe und Kreislandvolkvorsitzender Jürgen Seeger nochmals ihre Argumente gegen die Deponie auf, auf der unter anderem als gefährlich eingestufte Stoffe eingebracht werden sollen.

„Bisher habe ich noch keinen getroffen, der das hier will, außer dem Antragsteller“, sagte Birkner (FDP). Dennoch könne er hier keine Zusage geben, das Projekt zu stoppen. Der Antragsteller habe ein Recht auf Prüfung seines Anliegens. „Das hat hier auch keiner erwartet“, sagte FDP-Kreisfraktionsvorsitzender Ernst-August Bode. „Wir wollten nur noch mal deutlich machen, worum es geht.“ Claus Rohde und Rainer Bee­wen von der BI sahen momentan keinen Bedarf für eine solche Deponie, das Landvolk fürchtete die umweltschädlichen Feinstäube, die sich auf Mais und Getreide setzten, und der Landrat hielt den Standort für „sachlich völlig ungeeignet“. Bode regte eine Initiative mehrerer Kreise an, um gemeinsam einen Deponiestandort zu finden, der geeigneter sei.

Autor: NWZ

 

Foto
vorheriger Artikel nächster Artikel
zurück zur Übersicht

99964

banner-unten