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17.04.2012 - Wildeshauser Zeitung

Kreisverwaltung sieht weiterhin Mängel

Mineralstoffdeponie heute Sitzungsthema

Die beantragte Mineralstoffdeponie in Döhlen (Gemeinde Großenkneten) ist heute Thema während der öffentlichen Sitzung des Kreis-Umweltausschusses (17 Uhr, Kreishaus
Wildeshausen). Das Planungsbüro des Antragsstellers wird das Vorhaben erläutern – wie schon vor zweieinhalb Wochen gegenüber den betroffenen Anwohner. Damals hatten die Ausführungen beim Publikum keinen guten Eindruck hinterlassen.

Es handelt sich bereits um einen geänderten Antrag. Nachdem die Träger öffentlicher Belange in ihren Stellungnahmen teilweise Bedenken formuliert hatten, ließ die Bodenkontor Steinhöhe GmbH den Antrag überarbeiten Obwohl dadurch einige Bedenken ausgeräumt werden konnten, sieht die Kreisverwaltung als wichtiger Träger öffentlicher Belange noch immer erhebliche Mängel. Das geht aus den Sitzungsunterlagen für heute Nachmittag hervor.


"Abdeckung mit Rasen ist nicht fachgerecht"

Die Benennung von Kompensations- und Aufforstungsflächen sei noch immer unvollständig. Es habe keine endgültige Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde (UNB) im Hinblick auf die Eignung der vorgeschlagenen Flächen
(in der Gemeinde Wardenburg, Anm. d. Red) gegeben. Unabhängig davonheißt es: „Die Abdeckung des Deponiekörpers mit Landschaftsrasen und das Anlegen von Brombeergebüsch auf zum Teil über einem Hektar großen Teilflächen stellt keine fachgerechte Kompensation dar“.

"Erheblicher Eingriff in das Landschaftsbild"

Bemängelt wird auch weiterhin der Lageplan Endzustand. Gegenüber der Erstplanung
habe es keine Veränderung gegeben. Man sei der Anregung nicht gefolgt, die Böschung abzuflachen, damit sich der Deponiekörper besser in die Landschaft einfüge. Dementsprechend bezeichnet die Kreisverwaltung die geplante Überhöhung des Geländes durch den 11,50 Meter hohen Müllberg als „erheblichen Eingriff in das  Landschaftsbild, der in keiner Weise kompensiert werden kann“. Abschließend heißt es unter diesem Aspekt: „Das Benehmen seitens der UNB kann deshalb nicht hergestellt
werden“.

Die Bodenkontor Steinhöhe GmbH steht unter Erklärungsnot. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass die Kreisverwaltung die Entsorgung des Sickerwassers
nun als gesichert betrachtet. Die Niedersächsische Gesellschaft zur Endablagerung
von Sonderabfall (NGS) habe auf Nachfrage versichert, dass es in ausreichendem
Umfang Entsorgungskapazitäten gebe, heißt es in der Stellungnahme der Verwaltung.

Autor: JS/Wildeshauser Zeitung

 

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