banner-neu

23.03.2012 - NWZ

Mineralstoffdeponie stößt weiterhin auf Ablehnung

Vorgenommene Änderungen räumen Bedenken der Bürger nicht aus

Weiterhin auf Ablehnung stößt das Projekt Mineralstoffdeponie Döhlen bei den Mitgliedern der Bürgerinitiative (BI) Steinhöhe. „Nach Einsichtnahme der nun schon zum dritten Mal öffentlich ausgelegten Antragsunterlagen steht fest, dass die vorgenommenen Änderungen keineswegs geeignet sind, die Bedenken der Bürger zu entkräften. Die Antragsunterlagen sind in vielen Bereichen weiterhin unzureichend“, so der Vorsitzende Rainer Beewen.

Eine umfassende Begründung, warum eine solche Deponie gerade an diesem Standort errichtet werden müsse, liege immer noch nicht vor. Hier stünden die wirtschaftlichen Interessen des Antragstellers zu sehr im Vordergrund. In Betracht kommende Alternativen würden immer noch nicht ausreichend geprüft, heißt es in einer Stellungnahme.

Bezüglich der nun in Achternmeer geplanten Aufforstungen bleibe zu prüfen, ob diese Maßnahme in dieser Form überhaupt als Kompensation für den vorgenommenen Sandabbau geeignet ist, da mit der Aufforstung dort bereits jetzt vorhandener ökologisch wertvoller Lebensraum zerstört werden würde. „Wirklich geeignete Kompensationsmaßnahmen für die Deponie selbst werden ebenfalls nicht angeboten“, so die Bürgerinitiative.

„Oberflächlich ergänzt“
Die beigebrachten Gutachten seien größtenteils nur oberflächlich ergänzt und seien aus Sicht der Bürgerinitiative weiterhin fehlerhaft. „Insbesondere das Lärm- und das Staubgutachten sowie die Umweltverträglichkeitsstudie werden von uns weiterhin angezweifelt, zumal die dafür notwendigen Daten nicht in ausreichender Form erhoben wurden. Auch dem Artenschutz wird nicht die notwendige Bedeutung zugemessen“, heißt es in der Erklärung. Auch die Frage der Sickerwasserentsorgung sei tatsächlich noch nicht abschließend geklärt.

Die wenigen Stoffe, die der Antragsteller aus der Abfallliste herausgenommen habe, seien unbedeutende, wie Straßenkehricht oder Friedhofsabfälle. Wirklich problematische Stoffe, wie zum Beispiel Asbest, sollen nach Erkenntnissen der Bürgerinitiative weiterhin in der geplanten Deponie eingelagert werden.

Entgegen der Auffassung der Antragsteller sei eine Gefährdung für Mensch und Tier und Natur sehr wohl gegeben. „Wir wehren uns gegen die ständigen Verharmlosungen seitens der Antragstellers diesbezüglich. Allein schon die drastische Reduzierung der Grundwasserneubildung könnte erhebliche Probleme nach sich ziehen,“ so Rainer Beewen und Claus Rohde von der Bürgerinitiative Steinhöhe.

Gegenargumente
Die Bürgerinitiative will an der Informationsveranstaltung des Antragstellers, die am 26. März, ab 19.30 Uhr im Döhler Krug stattfinden soll, teilnehmen. „Wir gehen davon aus, dass wir ausreichend Gelegenheit haben werden, unsere Gegenargumente vorzutragen“, heißt es dazu.

Autor: LD/NWZ

 

Foto
vorheriger Artikel nächster Artikel
zurück zur Übersicht

99975

banner-unten