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10.03.2012 - NWZ

Steinhöhe GmbH ist „wild entschlossen“

Die Antragsteller sehen „keine Gefährdung für Mensch, Tier und Natur“

Die Bodenkontor Steinhöhe GmbH stellte ihre Pläne öffentlich vor.
Termin: 19. März.

„Von der geplanten Deponie wird keine Gefährdung für Mensch, Tier oder Natur ausgehen“, betonen Gerd Mohrmann und Gerd Horstmann von der Bodenkontor Steinhöhe GmbH. Sie wollen von ihrem Vorhaben, in einer ehemaligen Sandkuhle an der Krumlander Straße eine Mineralstoffdeponie der Klasse 1 einzurichten, trotz des massiven Protestes nicht ablassen. „Wir sind wild entschlossen“, so Gerd Horstmann.

Die Antragsteller haben in den neu ausgelegten Unterlagen noch einmal nachgelegt, was Schutzvorkehrungen angeht. Sie verweisen auf eine Umweltverträglichkeitsstudie mit Standortprüfung des Ingenieurbüros Börjes aus Westerstede. „Für den Schutz von Boden und Klima wurden im Rahmen der Planung vielfältige Vorsorge- und Sicherheitsmaßnahmen getroffen. Entsprechend der bestehenden Deponieverordnung sind Abdichtungs- und Entwässerungssysteme nach dem neuesten Stand der Technik sowie geologische Barrieren vorgesehen“, so Diplom-Ingenieur Stephan Janssen. Es werde gewährleistet, dass keine belasteten Stoffe ins Erdreich oder ins Grundwasser gelangten.

Die Steinhöhe GmbH will die Sorgen der Bürgerinitiative ernst nehmen. Die schützende Tonschicht im Untergrund wird doppelt so dick, sie wächst von 50 auf 100 Zentimeter. Darauf kommt die Abdichtungsbahn aus Kunststoff, es folgen 30 cm Kies und 10 cm Sand. Das Sickerwasser werde ordnungsgemäß entsorgt.

Der Katalog der Abfälle, die angenommen werden sollen, wurde laut Antragsteller reduziert. Eine verkehrliche Erschließung soll jetzt über die Krumlander Straße erfolgen.

Bei Anlieferung und Einlagerung der überwiegend aus Böden bestehenden Abfälle würden die Richtlinien für den Immissionsschutz streng eingehalten. Das Umweltgutachten komme zu dem Schluss: „Entstehender Lärm, Erschütterungen oder Staub sind vergleichsweise gering und lassen keine Auswirkungen auf die Gesundheit von Mensch und Tier oder auf bauliche Anlegen in der Nachbarschaft erwarten.“ Es würden keine Stäube, keine pastösen oder flüssigen Abfälle eingelagert.

Gerd Mohrmann machte gegenüber der NWZ  deutlich, dass die geplante Deponie keine „wilde Kippe“ sei. Es sei „ein wirklich hoch technisierter, geordneter Betrieb“. Strengste Auflagen erforderten lückenlose Dokumentation „von vorne bis hinten“. Die Einlagerung erfolge in kleinen Bauabschnitten. „Wenn ein Abschnitt fertig ist, wird er sofort abgedeckt“, so Janssen. Die Deponie sei notwendig zur Sicherstellung einer ausreichenden Entsorgungsstruktur für mäßig belastetet mineralische Abfälle. Gerd Horstmann will den Dialog mit den Bürgern. Es werde ein transparentes Verfahren mit größtmöglicher Verträglichkeit für Mensch und Umwelt angestrebt, heißt es.   Zu einer Infoveranstaltung der Bodenkontor Steinhöhe GmbH mit Vorstellung der Pläne sind alle Interessierten eingeladen. Sie findet am Montag, 19. März ab 19.30 Uhr im Döhler Krug statt.

Autor: KD/NWZ

 

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