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07.04.2011 - NWZ

Deponie-Antrag mit falscher Ortsangabe

Umweltschutz Planung der Bodenkontor Steinhöhe GmbH wird noch einmal öffentlich ausgelegt

Die Ortsangabe Haschenbrok war falsch im Antrag. Das Areal liegt im Bereich von Döhlen und Hengstlage.


Die Gegner der geplanten Mineralstoffdeponie an der Krumlander Straße haben einen ersten Teilerfolg erzielt. Weil die Bodenkontor Steinhöhe GmbH in ihrem Antrag auf Planfeststellung zu Errichtung und Betrieb einer Mineralstoffdeponie (DK I) irrtümlich davon ausging, dass sich der geplante Standort in der Bauerschaft Haschenbrok befindet, muss die öffentliche Auslegung wiederholt werden. Der Standort der Sandgrube liegt nämlich in den Bauerschaften Hengstlage und Döhlen, wurde jetzt auch amtlicherseits festgestellt. Darauf hatten die Gegner schon während der ersten Auslegung hingewiesen. Sie haben nun zusätzliche Zeit gewonnen, um weitere Einwände gegen das Vorhaben zu sammeln und den Protest zu bündeln.

Der Formfehler führt nämlich dazu, dass der Plan nun erneut vom 11. April 2011 bis zum 11. Mai 2011 zur allgemeinen Einsichtnahme öffentlich ausliegt, und zwar im Rathaus Großenkneten (Raum 204), während der Öffnungszeiten. Das geht aus der amtlichen Bekanntmachung hervor, die am Mittwoch veröffentlicht wurde.

Die Planunterlagen unterscheiden sich ausschließlich hinsichtlich der Ortsbeschreibung von dem schon einmal ausgelegten Antrag. Der geplante Standort der Deponie als solcher hat sich nicht geändert, heißt es.

Wichtig ist auch der Hinweis, dass alle bereits erhobenen Einwendungen und abgegebenen Stellungnahmen erhalten bleiben und deshalb nicht erneut vorgebracht werden müssen. Und das ist schon ein ansehnlicher Stapel Papier. Wie die NWZ  berichtete, hat sich eine breite Front gegen das Vorhaben gebildet. Und auch die Gemeinde will die Deponie verhindern und hat einen Fachanwalt beauftragt, ihre Interessen wahrzunehmen.

Jeder, dessen Belange durch das Vorhaben berührt werden, kann bis zwei Wochen nach Ablauf der Auslegungsfrist, also bis zum 25. Mai 2011, beim Staatlichen Gewerbeaufsichtsamt 261222 Oldenburg, Theodor-Tantzen-Platz 8, oder im Rathaus Großenkneten Einwendungen gegen den Plan schriftlich oder zur Niederschrift erheben.

Die geplante Deponie soll zur Entsorgung mineralischer Abfälle dienen. Eine bestehende Sandgrube, die eigentlich nach Ende des Sandabbaus rekultiviert werden sollte, soll für diese Zwecke mit entsprechender Abdichtung versehen werden. Rund 12 Millionen Euro will die Bodenkontor Steinhöhe GmbH investieren (die NWZ  berichtete).

Im Verlauf von etwa 18 Jahren sollen in der Deponie knapp 1,5 Millionen Kubikmeter Abfälle der Klasse 1 eingelagert werden. Das sind jährlich 80 000 Kubikmeter.

Autor: KD/NWZ

 

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