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23.03.2011 - NWZ

Angst vor einem gefährlichen Müllcocktail

Mineralstofffdeponie Auch Gemeinde will Projekt mit allen Mitteln verhindern – Viele Einwendungen

Alles durcheinander auf einer solchen Deponie abzulagern, sei nicht mehr zeitgerecht. Die Gemeinde hat einen Fachanwalt beauftragt.


Die geplante Mineralstoffdeponie an der Krumlander Straße stößt auf heftige Ablehnung in der Gemeinde Großenkneten (die NWZ  berichtete). Die Döhler und Haschenbroker laufen Sturm gegen das Projekt. Aber auch die Gemeinde Großenkneten will laut Bürgermeister Volker Bernasko nichts unversucht lassen, das Vorhaben zu verhindern.

Nach Ansicht von Bernasko muss das Planfeststellungsverfahren eingestellt werden, da viel zu viel dagegen spricht. Zuständig ist das Gewerbeaufsichtsamt.

Für die ablehnende Stellungnahme der Gemeinde wurde die renommierte Kanzlei CBH & Partner aus Köln engagiert. Eventuell soll auch noch ein Gutachter mit ins Boot geholt werden. Notfalls will die Gemeinde den Rechtsweg beschreiten.

Laut Bernasko führt die Gemeinde ins Feld, dass ihrer Ansicht nach das Vorhaben nicht erforderlich ist. Es widerspreche den Festsetzungen des Flächennutzungsplanes und des Bebauungsplanes „Windpark Döhlen“. Kritisiert wird von der Gemeinde, dass den wirksamen Auflagen der Bodenabbaugenehmigung des Landkreises Oldenburg nicht nachgekommen wird. Auch die ordnungsgemäße Beseitigung des durch den Deponiebetrieb anfallenden Abwassers ist nach Ansicht der Gemeinde nicht gewährleistet. Es wird befürchtet, dass es durch Immissionen zu einer Beeinträchtigung von Mensch und Umwelt kommt. Und auch die Gemeinde kritisiert die Zerstörung des Landschaftsbildes. 12,5 Meter soll der Berg einmal werden, wie Henning Rowold (CDU) betonte.

Die Gemeinde findet sich mit ihrer Gegenwehr im Einklang mit vielen Bürgern, Landwirten und Vereinen, die alle Hebel in Bewegung setzen, um das Vorhaben zu verhindern. Landwirte fürchten zum Beispiel auch, dass die Betreiber von Tierhaltungsanlagen in der Nähe arg bedrängt werden könnten durch Schadstoffe, die von der Deponie in die Ställe und ins Futter gelangen. Vertreter aller Parteien betonten, dass sie die Deponie ablehnen. Dass dort alles durcheinander abgelagert werde, seit nicht mehr zeitgerecht, monierte FDP-Ratsherr Werner Knoop.

Autor: KD/NWZ

 

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