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19.03.2011 - NWZ

Landschaft verschandelt und Grundwasser gefährdet

SPD-Ratsfraktion lehnt Errichtung der Mineralstoffdeponie in Döhlen/Haschenbrok strikt ab

Die SPD-Fraktion im Rat der Gemeinde Großenkneten spricht sich geschlossen gegen die Errichtung einer Deponie in Haschenbrok/ Döhlen aus. „Wir verstehen und unterstützen den Widerstand der Einwohnerschaft“, so Fraktionschef Hartmut Giese.

Ratsvorsitzender Heinz Heinsen erklärte, dass er mit einer breiten politischen Mehrheit gegen den Bau rechne. Der Bodenabbau wurde mit der Auflage einer Rekultivierung genehmigt, die in naher Zukunft geschehen sollte. Das Gegenteil ist der Fall. Das spätere Landschaftsbild werde durch eine „Aufwallung“ mit einer Höhe von mehr als zehn Meter völlig verschandelt. „Ich kann beim besten Willen nicht den Ansatz einer Rekultivierung erkennen“, so Heinsen. Hinzu komme die Sorge um das Grund- und Trinkwasser. Der Betrieb der Anlage werde Sickerwasser verursachen. Die Gemeinde Großenkneten sei allerdings nicht in der Lage, dieses Sickerwasser abzunehmen. Daher wolle es der Betreiber vor Ort sammeln und dann abfahren. „Von einer gesicherten Abwasserbeseitigung kann überhaupt nicht die Rede sein“, so Hartmut Giese.

Weiterer Lkw-Verkehr wäre die Folge. Auch das soll nach Ansicht der SPD-Fraktion so nicht hingenommen werden.

„Und letztendlich liegt ein großer Teil der geplanten Deponie in unserem Sondergebiet Windenergie. Dem zu Folge läuft das Vorhaben unserer Bauleitplanung zuwider“, meint der Fraktions-Chef. Nach Ansicht der SPD- Fraktion spricht alles gegen dieses Projekt.

Autor: LD/NWZ

 

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